Schritt 1:SUN-AREA Ergebnisse prüfenDie Berechnung des solaren Energiepotenzials auf Grundlage von Laserscannerdaten kann Fehler enthalten. Zum einen können kleinste Dachstrukturen oder Dachflächenfenster bei der Laseraufnahme möglicherweise nicht erfasst worden sein, was zu einer Verfälschung der Flächenangabe führen kann.Zum anderen stellt die Laserbefliegung eine Momentaufnahme zum Zeitpunkt der Datenerfassung dar. Deshalb sollte auch die mögliche Verschattung durch wachsende Bäume und nebenstehende Gebäude bedacht werden.Prinzipiell ist der Bau einer Solaranlage genehmigungsfrei. Bei denkmalgeschützten Gebäuden oder Ensembles muss aber eine Genehmigung der Unteren Denkmalschutzbehörde eingeholt werden.
Schritt 2:Zustand und Statik prüfenNeben der Statik des Gebäudes spielt vor allem die bestehende Dacheindeckung eine Rolle für die Installation einer Solaranlage. Inwieweit Ihre Dacheindeckung geeignet ist, sollte vom Fachmann geprüft werden.Sollten Sie Pläne haben, Ihr Dach in Kürze neu decken zu lassen, ist es ratsam, damit noch zu warten. In diesem Fall kann eine dachintegrierte Solarstromanlage ebenfalls eine sinnvolle Lösung sein. Die Anlage wird dabei Teil der Dachhaut, so dass die Kosten für die Dacheindeckung in diesem Bereich gespart werden können.
Schritt 3:Kontakt zum Fachmann herstellenIm nächsten Schritt sollten die angesprochenen Punkte vom Fachmann geprüft werden. In der LEADER-Region Mittlerer Schwarzwald stehen Interessenten zahlreiche Fachbetriebe oder Solarfirmen für Beratung, Wirtschaftlichkeitsanalysen und Installation zur Verfügung.
Schritt 4:
Beratung vor Ort vereinbaren
Haben Sie eine Firma Ihres Vertrauens gefunden, findet im nächsten Schritt ein ausführliches Beratungsgespräch vor Ort statt, bei dem neben Statik und Eignung der Dacheindeckung auch Punkte wie Netzanschlussmöglichkeiten oder notwendige Versicherungen geklärt werden sollten.
Schritt 5:Angebote einholenWenn man sich zur Installation einer Solaranlage entschlossen hat, sollten von mindestens drei Fachbetrieben detaillierte Angebote eingeholt werden. Diese sind auf Vollständigkeit und Vergleichbarkeit zu prüfen. Hilfestellung dazu kann ein unabhängiger Energieberater vor Ort leisten.
Schritt 6:
Finanzierungsmöglichkeiten prüfen
Sind die technischen Details geklärt und die Kosten ermittelt, geht es an die Finanzierung. Es sollte festgelegt werden, wie hoch der Eigenanteil an der Gesamtfinanzierung ist und welcher Anteil über Fremdkapital gestellt werden muss.Für das benötigte Fremdkapital sind günstige Kredite der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW-Bank) über das Programm „Erneuerbare Energien–Programm Standard“ oder spezielle Finanzierungsangebote anderer Banken möglich. Hierbei ist zu beachten, das mit dem Bau der Anlage erst bei Zuteilung des Kredits begonnen werden kann.
Schritt 7:Den Auftrag erteilenBei der Vergabe des Auftrages sollte unbedingt auf die Zahlungsmodalitäten geachtet werden. Beziehen Sie sich immer auf das zu Grunde gelegte Angebot.Spezielle Vereinbarungen zu Ausführungs- und Fertigstellungsterminen und / oder dem spätesten Zeitpunkt der Inbetriebnahme sollten ebenso mit der Auftragsvergabe niedergeschrieben werden wie vereinbarte Konsequenzen bei Terminüberschreitungen.Lassen Sie sich in jedem Fall eine schriftliche Auftragsbestätigung aushändigen und vereinbaren Sie mit dem Handwerker, dass er die Anmeldung der Anlage beim Energieversorger erledigt.
Schritt 8:Die Anlage in Betrieb nehmenDer Handwerker wird nach Aufbau der Anlage die Inbetriebnahme zusammen mit dem Energieversorger durchführen. Man erhält ein Inbetriebnahmeprotokoll, in dem auch der Zählerstand des Einspeisezählers festgehalten wird.
Seit dem 1. Januar 2009 besteht für Betreiber von Solarstromanlagen eine besondere Meldepflicht als Voraussetzung für die Zahlung der Einspeisevergütung. Sie müssen den Betrieb Ihrer Anlage mit folgenden Daten der Bundesnetzagentur melden: Standort der Anlage, Name des Netzbetreibers, Leistung der Anlage in Kilowatt, Tag der Inbetriebnahme.Von nun an sind Sie Stromproduzent!