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Erstes Erzeuger- und Vermarkter-Seminar erfolgreich absolviert

Denken wie der Verbraucher denkt

Regionale Produkte sind im Trend – aber wie können sie besser „an den Mann“ gebracht werden? Dieser Frage ging am Mittwoch das erste Erzeuger- und Vermarkter-Seminar im Gasthaus zur Rose in Dunningen-Seedorf nach.


Über 30 Teilnehmer aus Landwirtschaft, Vermarktung, Verwaltung und Verbraucherschaft informierten sich beim ersten Erzeuger- und Vermarkter-Seminar der Landkreise Rottweil und Ortenaukreis über Chancen und Anforderungen der Direkt- und Regionalvermarktung. Das Seminar fand im Rahmen des durch LEADER geförderten Projekts „Logistik- und Vermarktungsplattform im Mittleren Schwarzwald“ statt. Hier sollen Wege gefunden werden, wie die landwirtschaftlichen Betriebe durch die regionale Vermarktung ihrer Produkte eine höhere Wertschöpfung erzielen können.

Verschiedene Referenten stellten mit ihren erfolgreichen Projekten vor, wie diese Chance ergriffen werden kann. Als Praxisbeispiele wurden „Die Milchmanns“ – Direktvermarktung von Milch und Betrieb einer Molkerei mit fünf Landwirten, „Ostalb-Bäuerinnen-Service“ - Catering mit regionalen Produkten und „Echt Schwarzwald“ - Vermarktung von heimischem Rind- Lamm- und Ziegenfleisch präsentiert. Die Anforderungen des Lebensmitteleinzelhandels an regionale Produkte und Vermarktungschancen im Mittleren Schwarzwald wurden von Adrian Steiner, dem Geschäftsführer der Raiffeisen Kinzigtal eG, ebenfalls vorgestellt.

Die Referenten zeigten in ihren Vorträgen, dass die Direkt- und Regionalvermarktung sehr große Chancen für landwirtschaftliche Betriebe bietet, ihre Wertschöpfung zu erhöhen. Aber sie muss professionell umgesetzt werden, um erfolgreich zu sein. Die Ausgangsbasis aller Projekte beschrieb Klaus Binder, Geschäftsführer von „Echt Schwarzwald“ sehr treffend mit der Grundidee seiner Vermarktungsinitiative: „Wir wollen gute Produkte herstellen und verkaufen – aber auch zu einem guten Preis“. Der Erfolg gibt ihm Recht. Mittlerweile sind rund 100 Landwirte in der Initiative zusammen geschlossen und erhalten für ihre qualitativ hochwertigen Produkte einen deutlichen Aufpreis, der von den Kunden auch akzeptiert wird.

 An diesem Punkt waren sich alle Referenten einig: die Erzeugung einer hohen Qualität wird am Markt mit einem höheren Erlös belohnt. Voraussetzungen sind aber, dass die Qualität gleichbleibend hoch ist, Verpackung und Marketing verbrauchergerecht sind und für die Vermarktung über Handelspartner ausreichende Mengen zur Verfügung stehen. Dabei haben die Praxisbeispiele auch gezeigt, dass die Chancen, die sich durch die Regionalvermarktung bieten, am besten in Kooperationen und Erzeugergemeinschaften ergriffen werden können.

 Eine Wiederholung des Erzeuger- und Vermarkter-Seminars am 25. März in Biberach bietet Interessierten die Möglichkeit, noch teilzunehmen. Weitere Informationen zur Veranstaltung erhalten Sie bei Büro neulandplus unter Tel. 07452/6003863.

Service/Veranstaltungen/Vermarkterseminare.

Alternativ folgen Sie diesem Link.

Jürgen Binder stellt die Erzeugergemeinschaft Echt Schwarzwald vor. Quelle: neulandplus


18.05.12
http://www.leader-mittlerer-schwarzwald.de/archiv2010/regionale_produkte_boomen
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