Bei Ihrer jüngsten Sitzung am 06. November 2009 in Hardt konnte die LEADER-Aktionsgruppe
Mittlerer Schwarzwald unter Vorsitz von Rottweiler Landrat Dr. Wolf-
Rüdiger Michel erneut wichtige Projekte zur Weiterentwicklung der Region beschließen.
Als besonders zukunftsweisendes Projekt wurde der LEADER-Aktionsgruppe die Konzeption
„Flexibler Nahverkehr“ vorgestellt. „Ziel der Konzeption ist es, auch abgelegene ländliche Gebiete
an das öffentliche Nahverkehrsnetz anzuschließen“ so Holger Steenhoff, Stv. Dezernent vom
Landratsamt Ortenaukreis. Herr Sebastian Gries von der IHK Schwarzwald Baar Heuberg erklärte,
dass das Thema „Flexibler Nahverkehr“ als sehr wichtiges Thema im ländlichen Raum zu
sehen ist und ein LEADER-Thema sein sollte. Die LEADER-Aktionsgruppe stellte sich geschlossen
hinter das Projekt und stimmte der Förderung aus dem „LEADER-Topf“ zu.
Im Bereich Tourismus wurde das gemeindenübergreifende Projekt „Schwarzwald elementar erleben“
unter Federführung Gemeinde Schuttertal von Herrn Bürgermeister Carsten Gabbert sowie
der interkommunale barrierefreie Wanderweg zwischen Fischerbach und Haslach von Herrn
Bürgermeister Armin Schwarz vorgestellt. Bei beiden Projekten handelt es sich um Studien, die
als Vorbereitung für eine spätere Investition dienen. Den gelungenen Projektanträgen stimmte
die LEADER-Aktionsgruppe geschlossen zu.
Das LEADER-Leitprojekt „Schwarzwald Barrierefrei“ an dem bereits 18 Kommunen der Region
Mittlerer Schwarzwald teilnehmen, wurde im Rahmen der LEADER-Sitzung um die Kommunen
Steinach und Sulz erweitert. Die sehr positive Resonanz der bereits teilnehmenden Kommunen
und die Möglichkeit, später auch investive Maßnahmen zur Barrierefreiheit beantragen zu können,
überzeugten die beiden Kommunen von der Teilnahme an dem Projekt.
Ein gewerbliches Vorhaben wurde von Herrn Martin Maier, Inhaber der Metzgerei Maier in Sasbachwalden
vorgestellt. Als einziger Metzgereibetrieb am Ort beantragte er die Renovierung
seiner Zerlegestelle sowie die Einrichtung von modernen Herdanlagen für seinen Cateringbetrieb.
Um die Grundversorgung in der Gemeinde und auch um die Vermarktung landwirtschaftlicher
Produkte aus der Region aufrecht erhalten zu können, entschied sich die LEADER-Aktionsgruppe
für die Förderung der Maßnahme. Wichtiges Entscheidungskriterium für die Aktionsgruppe
war die Mitgliedschaft des Betriebs bei der regionalen Vermarktungsinitiative für
Rindfleisch „Echt Schwarzwald“.
Herr Alois Ritter stellte der Aktionsgruppe seinen Projektantrag „Seminar- und Beherbergungsstätte
Zuflucht“ vor. Grundanliegen des Antrags war die Sanierung und der Ausbau der früheren
Jugendherberge zu einer Hotel- und Veranstaltungsstätte. Die Aktionsgruppe zweifelte jedoch
an der Plausibilität des Kostenplans und an der Durchführbarkeit der geplanten Maßnahmen. Da
die Zweifel am Projektantrag nicht ausgeräumt werden konnten, lehnte die Aktionsgruppe die
Unterstützung des Vorhabens mit LEADER-Mitteln ab. Dem Antragssteller bleibt die Möglichkeit,
seine Maßnahme über andere Tourismusförderprogramme zur Förderung zu beantragen.
Im Bereich Infrastruktur wurde ein Projektantrag für eine Konzeption zur Erweiterung des bestehenden
Tiergeheges in Schramberg Waldmössingen gestellt. In einem beispielhaften Projekt
soll eine Partnerschaft aus privatem Betreiber und Kommune ausgebaut werden und ein Erlebnisbauernhof
mit angeschlossenem Tiergehege entstehen. Landwirt Schmid, der bereits große
Erfahrung mit der Betreuung von Schulklassen besitzt, hat das Ziel, diesen Tätigkeitsbereich
weiter auszubauen. In einem ersten Schritt sollen nun didaktische Modelle entwickelt werden,
die als Grundlage für eine spätere investive Maßnahme dienen. Die LEADER-Aktionsgruppe unterstützte
dieses Projekt geschlossen und stimmte einer finanziellen Förderung der Maßnahme
zu.
Die Ergebnisse der Konzeption „Tal der Tiere“ wurden von Herrn Bürgermeister Jürgen Nowak
sowie Herr Dirk Monath von der Firma Futour Südwest vorgestellt. Für die Kommunen Oberwolfach,
Wolfach, Bad Rippoldsau-Schapbach und Freudenstadt wurde ein integriertes Tourismuskonzept
erstellt. Ein wesentlicher Bestandteil soll der alternative Wolf- und Bärenpark in Bad
Rippoldsau-Schapbach werden. Neben diesem sind inzwischen auch weitere investive Maßnahmen
geplant, die im weiteren Programmverlauf auch bei LEADER beantragt werden sollen.
Neue Projektideen können jederzeit an die LEADER-Geschäftsstelle herangetragen werden, die
Interessenten gerne über Fördermöglichkeiten berät.