Die LEADER-Aktionsgruppe organisierte am Dienstag, 9. November zusammen mit den Landkreisen Rottweil und Ortenaukreis, den Bürgermeistern sowie interessierten Erzeugern eine Abschlussveranstaltung des LEADER- Projekts „Logistik- und Vermarktungsplattform“ in Schenkenzell.Ein wichtiges Ziel der LEADER-Aktionsgruppe Mittlerer Schwarzwald ist die Stärkung der regionalen Vermarktung landwirtschaftlicher Produkte und die Zusammenarbeit von Landwirtschaft, Gastronomie, Naturschutz, Handwerk und Verwaltung. Die Wertschöpfung landwirtschaftlicher Betriebe soll somit gesteigert und die Grundversorgung der Bevölkerung mit Waren langfristig gesichert werden.
Im Rahmen einer Abschlussveranstaltung wurden im Schenkenzeller Gasthof Sonne die Ergebnisse des LEADER-Projekts „Logistik- und Vermarktungsplattform“ vorgestellt, welches von den Landkreisen Rottweil und Ortenaukreis getragen wird. Über 50 Teilnehmer, darunter Vertreter der beiden Landratsämter, der Bauernverbände, interessierte Landwirte und Direktvermarkter folgten der Einladung der LEADER-Aktionsgruppe.
Der Rottweiler Landrat und Vorsitzende der LEADER-Aktionsgruppe Dr. Wolf-Rüdiger Michel sieht in der Direktvermarktung eine Chance für die landwirtschaftlichen Betriebe im Schwarzwald „Die Potentiale für eine intensivere Vermarktung regionaler landwirtschaftlicher Produkte sind hervorragend. Die bäuerliche Direktvermarktung dient als zusätzliche Erwerbsquelle der Stabilisierung der Landwirtschaft und kommt somit auch der Bevölkerung vor Ort und dem ländlichen Raum an sich zu Gute.“
Nach Begrüßungsansprachen durch Nikolaus Grünthal vom Landratsamt Ortenaukreis sowie dem gastgebenden Bürgermeister Thomas Schenk, präsentierte Hannes Bürckmann vom Büro neulandplus, die Ergebnisse der vom LEADER-Programm geförderten Studie: „Es gibt eine große Nachfrage nach regionalen, qualitativ hochwertigen Produkten. Viele Lebensmittel-Einzelhändler sehen darin eine Chance, sich zu profilieren
und Kunden zu gewinnen.“ Allerdings stellt der Markt hohe Anforderungen an die Erzeugnisse. Dabei zählt nicht nur Frische und hohe Qualität, sondern auch gutes Marketing, ansprechende Verpackung und bequeme Einkaufsmöglichkeiten, so Martina Hörmann vom Büro neulandplus.
Im Rahmen des Projekts trat man in engen Kontakt mit direktvermarktenden Landwirten und fand Akteure, die großes Interesse an der Vermarktungs- und Logistikplattform signalisierten, so Martina Hörmann weiter.
Das erarbeitete Konzept sieht nun die praktische Umsetzung der regionalen Vermarktung für Produkte wie Wurst- und Fleischwaren, Mehl, Eier und Nudeln, Säfte, Obst und Gemüse vor. Wichtig dabei ist, Spielregeln für die Vermarktung aufzustellen und sich eine Unternehmensstrategie zu erarbeiten.
Um dabei Hilfestellung und Anregungen zu geben, waren zur Veranstaltung zwei Referenten eingeladen. Michael Baldenhofer, Geschäftsführer des Modellprojekts Konstanz GmbH mit dem Projekt „Gutes vom See“ und Josef Störmann-Belting, Vertreter der Regionaltheke Metropolregion Nürnberg, berichteten über ihre Erfahrungen mit Regionalvermarktungsprojekten.
Die Referenten stellten eine gute Zusammenarbeit und Engagement bei den beteiligten Akteuren in den Vordergrund. Gemeinsames Marketing, gute Logistik und kluge Köpfe, die das Projekt steuern, seien die zentralen Voraussetzungen für den Erfolg.