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Lokale Lösungen für globale Probleme

Die „Energieregion 2010 Mittlerer Schwarzwald“ war das Ziel einer Delegation von leitenden Mitarbeitern der EU, des Landwirtschaftsministeriums Baden Württemberg und des Regierungspräsidiums Freiburg.

Landrat Dr. Wolf-Rüdiger Michel begrüßte mit Bürgermeister Herbert Halder, dem LEADER Geschäftsführer Mark Prielipp und weiteren hochrangigen Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Dienstleistung, Frau Antonia Lütteken von der EU-Kommission, Generaldirektion Landwirtschaft und ländliche Entwicklung im Bürgersaal des Internetdorfes Hardt.

Der Delegationsleiter Hans-Peter Riedlberger vom Ministerium für Ländlichen Raum, Ernährung und Verbraucherschutz stellte gleich zu Beginn fest, „dass heute eher der wohl gesonnene Blick, nicht die scharfen Prüfaugen auf das Vorzeigeprojekt SUN-AREA“ fielen.

32 Gemeinden im Gebiet der LEADER-Aktionsgruppe Mittlerer Schwarzwald hatten sich zusammengeschlossen, um im Rahmen des Projekts „Energieregion 2010“ eine interkommunale Energiestrategie zu erarbeiten. Gemeinsam soll eine umweltbewusste und zukunftsfähige Energiewirtschaft geschaffen werden. Der erste Schritt wurde mit der Erstellung des SUN-AREA Solarkataster bereits getan.

„Für über 103.000 Dächer in dieser Region mit rund 12.000 Hektar Fläche habe man allein für die Berechnung der Verschattung die Rechner 590 Stunden laufen lassen“ erklärte die Projektleiterin Prof. Dr. Martina Klärle. Daraus könne man 39.826 Dächer als geeignet für die Stromerzeugung einstufen. Würden nur 20 Prozent der möglichen Flächen mit Photovoltaikmodulen belegt, könnten Investitionen von rund 200 Millionen Euro für über 6800 Anlagen ausgelöst werden. Von diesen Impulsen für die regionale Wirtschaft profitierten Handwerk, Hersteller und Banken, wie auch Energieversorger, Gemeinden und Betreiber.

In der rund zweistündigen Projektvorstellung bestätigten weitere Fachvorträge der Kreissparkasse Rottweil, dem Energieversorger EnBW, der örtlichen Energieagentur Rottweil sowie des Handwerkers Helmut Winterer, die Wichtigkeit dieses Projektes und das starke Anwachsen des Umweltbewusstseins seit der Fertigstellung.

Den Erfolg der Energieregion 2010 sollte man für die Entwicklung weiterer LEADER Projekte auch nach 2013 nutzen, empfahl die EU –Beamtin Antonia Lütteken.

Weitere Projektschritte liegen darin, das Potenzial der Region zur Nutzung weiterer erneuerbaren Energieformen (Wind- und Wasserkraft sowie Bioenergie und Geothermie) zu ermitteln. Außerdem sollen Möglichkeiten zur Energieeinsparung z.B. durch Erhebungen zur Vermeidung von Wärmeverlusten ausfindig gemacht und umgesetzt werden.

Prof. Dr. Marina Klärle erklärt der Delegation das Projekt "Energieregion 2010 Mittlerer Schwarzwald"


18.05.12
http://www.leader-mittlerer-schwarzwald.de/archiv2010/lokale_loesungen_fuer_globale_probleme
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