Über 2.100 Besucher aus 17 Ländern, mehr
als 40 nationale wie internationale Veranstaltungen, 200 Referenten und
73 Aussteller aus sieben Ländern: Mit diesem erfolgreichen Ergebnis
endete die euregia, führende Kongressmesse für Regional- und
Standortentwicklung. "Hier werden Weichen für die zukünftige
europäische Regionalpolitik gestellt", sagt Markus Geisenberger,
Geschäftsführer der Leipziger Messe GmbH. "Die euregia ist die ideale
Plattform, um Entscheidungsträger zusammenzubringen und gemeinsam nach
Lösungswegen zu suchen." Für EU-Kommissar Johannes Hahn, der am
vollbesetzten "Europapolitischen Forum Raum- und Regionalentwicklung"
teilnahm, fand die Kongressmesse "zu einem sehr wichtigen Zeitpunkt
statt". Denn die Diskussionen über den künftigen EU‑Haushalt, die Zukunft der Kohäsionspolitik und die Umsetzung der Strategie Europa 2020 für Wachstum sei derzeit in vollem Gang.
Anlässlich der euregia kamen der
EU-Kommissar für Regionalpolitik, Johannes Hahn, und Sachsens
Ministerpräsident Stanislaw Tillich nach Leipzig. Zudem nutzen
zahlreiche Minister und Staatssekretäre aus Bund und Ländern die
euregia zum Erfahrungsaustausch.
Der Parlamentarische Staatssekretär beim
Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Jan Mücke,
forderte ein eigenes Budget der EU für die städtische Entwicklung. "Die
integrierte Stadtentwicklung ist ein strategisches Thema, das in der
europäischen Förderpolitik nicht vergessen werden darf", sagte er.
"Städte sind die Motoren der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen
Entwicklung Europas. Es bedarf einer wirksamen Strategie der EU, die
integrierte Stadtentwicklung zu fördern, um der Entwicklung von
Missständen vorzubeugen."
In den kommenden Wochen beginnen die
Verhandlungen über den EU-Haushaltsplan nach 2013 und die
Veröffentlichung des fünften Kohäsionsberichts der Kommission. Dabei
werden auch die Weichen für die Zukunft der EU-Raumentwicklung und
Regionalpolitik gestellt. Diesem Thema widmete sich das viel beachtete
"Forum zur Europäischen Raum- und Regionalentwicklung".
Wie hier gehörten volllbesetzte
Veranstaltungsräume zum Bild der grenzübergreifenden Kongresse,
Workshops, Präsentationen, Podiumsdiskussionen und Fachtagungen. Die
Teilnehmer debattierten unter anderem über die Auswirkungen des
Klimawandels und die Steigerung regionaler Wettbewerbsfähigkeit. Einen
breiten Raum nahmen auch Diskussionen über Förderprogramme und
-instrumente sowie zum Ausbau der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit
und die Versorgung mit Breitband im ländlichen Raum ein. Ein
Schwerpunkt lag dabei auf Chancen und Potenzialen von europäischen
Bergbauregionen.
Viele Aussteller zeigten sich beeindruckt
vom hohen Zuspruch aus dem In- und Ausland. So stellte Christoph
Pienkoß, Projektleiter Deutscher Verband für Wohnungswesen, Städtebau
und Raumordnung e.V. erfreut fest: "Dass die euregia in Leipzig
stattfindet - nah an den Regionen - passt wunderbar zum Thema
transnationale Zusammenarbeit. Für uns hat Leipzig eine
Drehscheibenfunktion."
Die nächste euregia findet vom 22. bis 24. Oktober 2012 statt.